In der Welt Online sind wir über einen spannenden Artikel unter der Überschrift “Achtzehn neue Gene für Übergewicht identifiziert” gestolpert. Darin ist unter anderem zu lesen:
Sind es eher die Gene, die übergewichtig werden lassen, oder eher der Lebensstil, lautet eine oft gestellte Frage. Experten schätzen, dass zwischen 40 und 70 Prozent des Risikos für Fettleibigkeit vererbt wird. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts betreffen zu viele Kilos mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung. Das ist ein bedeutender Risikofaktor für bedrohliche Erkrankungen wie Altersdiabetes sowie Herz-Kreislauf-Krankheiten.
Und weiter:
Die ebenfalls an beiden Studien maßgeblich beteiligte Ruth Loos von der MRC Epidemiology Unit in Cambridge hofft, dass das Wissen über die biologischen Prozesse bei Fettleibigkeit zur Entwicklung neuer Therapien und Medikamente führen kann. “Aber wir sollten nicht vergessen, dass ein großer Anteil der Neigung zu Fettleibigkeit dennoch eng mit unseren Lebensstil verknüpft ist.”
Aufgrund dieser Ergebnisse – die auf dem schnell sich verändernden Fachgebiet der Genetik immer vorläufigen Charakter haben – sieht sich die Sarah Wiener Stiftung in ihrer Arbeit bestätigt: „Über 90 % der Ursachen für Übergewicht werden derzeit im Lebensstil (v. a. Ernährung und Bewegung) fest gemacht“, erläutert Dr. Georg Eysel-Zahl, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung.

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